Das Tragfähigkeitsdiagramm: Grundlage für den sicheren Einsatz

2026-10-09

Das Tragfähigkeitsdiagramm: Grundlage für den sicheren Einsatz(Figur1)

Warum das Tragfähigkeitsdiagramm die wichtigste Tabelle am Gabelstapler ist

Wer einen Gabelstapler bewegt, trägt Verantwortung für Menschen, Ladung und Infrastruktur. Das Tragfähigkeitsdiagramm – oft auch Lastdiagramm oder englisch Load Capacity Chart genannt – ist dabei weit mehr als ein technisches Beiblatt. Es legt fest, welche Last ein Stapler unter welchen Bedingungen sicher heben, transportieren und stapeln darf. Besonders bei Elektrostaplern mit Lithium-Ionen-Batterie, wie sie BYD für den globalen Warehouse-Einsatz anbietet, ist die korrekte Interpretation des Diagramms entscheidend. Denn nur wer Resttragfähigkeit, Lastschwerpunkt und Hubhöhe richtig zusammenbringt, vermeidet Unfälle, Schäden und Stillstandzeiten.

Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie ein Tragfähigkeitsdiagramm aufgebaut ist, wie Sie es in der Praxis lesen, welche Normen gelten und worauf Sie beim Einsatz von BYD Lithium-Gabelstaplern achten müssen. Am Ende finden Sie eine Checkliste für den sicheren Alltag sowie den direkten Kontakt für weitere Fragen: info@bydfork.com.

Das Tragfähigkeitsdiagramm: Grundlage für den sicheren Einsatz(Figur2)

Was ist ein Tragfähigkeitsdiagramm?

Das Tragfähigkeitsdiagramm ist eine grafische oder tabellarische Darstellung der zulässigen Resttragfähigkeit eines Gabelstaplers. Es zeigt, wie viel Gewicht der Stapler bei einer bestimmten Hubhöhe und einem bestimmten Lastschwerpunktabstand noch sicher tragen darf. Der Lastschwerpunktabstand ist der horizontale Abstand von der Gabelzinkenmitte bis zum Schwerpunkt der Last. Je weiter die Last vom Gabelträger entfernt liegt, desto geringer ist die Resttragfähigkeit.

Hersteller geben das Diagramm für jede Staplerbaureihe und Ausstattungsvariante an. Es gehört zur Betriebsanleitung und muss in der Nähe des Arbeitsplatzes verfügbar sein. Bei BYD Elektrostaplern finden Sie die Angaben in der technischen Dokumentation und auf dem Typenschild. Wichtig: Das Diagramm gilt immer für den Originalzustand mit dem vorgesehenen Batteriegewicht und ohne Anbaugeräte. Ändert sich etwas, ändert sich auch die zulässige Tragfähigkeit.

  • Nenn-Tragfähigkeit: maximales Gewicht bei idealer Lastposition.
  • Resttragfähigkeit: tatsächlich zulässiges Gewicht bei realer Hubhöhe und realem Lastschwerpunkt.
  • Lastschwerpunktabstand: meist 500 mm oder 600 mm als Referenz.
  • Hubhöhe: je höher die Gabel, desto geringer die Resttragfähigkeit.
  • Anbaugeräte: Zinkenverlängerung, Klammer, Schaufel oder Drehgerät verändern das Diagramm.

Das Tragfähigkeitsdiagramm: Grundlage für den sicheren Einsatz(Figur3)

Rechtliche Grundlagen und Normen

In Europa und vielen exportierten Märkten ist der sichere Betrieb von Flurförderzeugen klar geregelt. Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet Unternehmer, Gefährdungen zu beurteilen und geeignete Maßnahmen zu treffen. Die DGUV Vorschrift 68 beziehungsweise die UVV für Flurförderzeuge fordert, dass der Fahrer vor Arbeitsbeginn die Tragfähigkeit kennt und überprüft. DIN EN 3691-1 beschreibt Sicherheitsanforderungen für Flurförderzeuge und legt fest, dass der Hersteller ein Tragfähigkeitsdiagramm mitliefert. Auch die ISO-Normen für Gabelstapler greifen das Thema auf.

Bei Audits und Sicherheitsbegehungen wird immer wieder geprüft, ob das Tragfähigkeitsdiagramm sichtbar angebracht ist, ob die Bediener geschult sind und ob die tatsächlich gefahrenen Lasten innerhalb der zulässigen Werte liegen. Ein fehlendes oder falsch interpretiertes Diagramm kann zu Bußgeldern, Versicherungsproblemen und im schlimmsten Fall zu Personenschäden führen. Das gilt für Diesel- und Gasstapler genauso wie für moderne BYD Lithium-Elektrostapler.

So lesen Sie das Tragfähigkeitsdiagramm richtig

Das Diagramm besteht in der Regel aus mehreren Kurven oder einer Matrix. Auf der horizontalen Achse ist der Lastschwerpunktabstand in Millimetern aufgetragen, auf der vertikalen Achse die Hubhöhe in Millimetern. Die Kurven zeigen die maximale Last in Kilogramm. Je weiter rechts und je höher ein Punkt liegt, desto geringer die zulässige Last.

Schritt 1: Lastschwerpunkt bestimmen

Messen Sie den Abstand vom Schwerpunkt der Last bis zur Mitte der Gabelzinken. Bei Standardpaletten mit gleichmäßiger Gewichtsverteilung liegt der Schwerpunkt oft bei 500 bis 600 mm. Bei langen Rohren, Kisten oder instabilen Gütern muss der Schwerpunkt individuell ermittelt werden. Der Lastschwerpunkt ist keine feste Größe, sondern hängt von der Ladung ab.

Schritt 2: Hubhöhe festlegen

Bestimmen Sie die tatsächlich benötigte Hubhöhe. Wenn Sie eine Palette nur 300 mm über dem Boden transportieren, ist die Tragfähigkeit höher als beim Einstapeln in 6000 mm Höhe. Für jede Hubhöhe liefert das Diagramm einen anderen Wert. Besonders beim Hochregal-Einsatz ist die Resttragfähigkeit oft deutlich geringer als die Nenntragfähigkeit.

Schritt 3: Schnittpunkt ablesen

Suchen Sie den Punkt, an dem Lastschwerpunkt und Hubhöhe zusammentreffen, und lesen Sie die dazugehörige Last ab. Achten Sie darauf, ob das Diagramm für Standardgabeln oder für Anbaugeräte gilt. Liegt die tatsächliche Last über dem abgelesenen Wert, darf der Hub nicht ausgeführt werden.

Beispiel: BYD ECB 18/20/25

Die folgende Beispieltabelle zeigt, wie sich die Resttragfähigkeit mit Hubhöhe und Lastschwerpunkt verändert. Die Werte sind exemplarisch und dienen der Veranschaulichung. Verbindlich sind immer die Angaben im Tragfähigkeitsdiagramm Ihres konkreten Staplers.

Hubhöhe (mm)Lastschwerpunkt 500 mmLastschwerpunkt 600 mmLastschwerpunkt 700 mm
20001800 kg1600 kg1400 kg
40001500 kg1300 kg1100 kg
60001100 kg950 kg800 kg
8000800 kg650 kg500 kg

Das Beispiel macht deutlich: Wer eine 1200 kg schwere Last mit 700 mm Schwerpunkt auf 8000 mm stapeln will, liegt außerhalb der zulässigen Werte. Der Stapler könnte kippen. Hier hilft nur eine andere Lastposition, ein größerer Stapler oder ein anderes Anbaugerät.

Faktoren, die die Tragfähigkeit beeinflussen

Das Tragfähigkeitsdiagramm beruht auf physikalischen Berechnungen. Ändern sich Rahmenbedingungen, ändert sich auch die Sicherheit. Die wichtigsten Einflussfaktoren:

  • Lastschwerpunkt: Je weiter vorn, desto geringer die Resttragfähigkeit.
  • Hubhöhe: Mit steigender Höhe sinkt die zulässige Last, weil der Hebel größer wird.
  • Anbaugeräte: Zinkenverlängerungen, Klammern oder Schaufeln haben eigenes Gewicht und verschieben den Lastschwerpunkt.
  • Batteriegewicht: Bei Elektrostaplern ist das Gegengewicht oft auf die Batterie abgestimmt. BYD Lithium-Batterien haben ein konstantes Gewicht über die Lebensdauer, was die Tragfähigkeitsberechnung zuverlässig macht.
  • Reifen und Boden: Luftreifen, Vollgummi oder Polyurethanreifen beeinflussen die Standsicherheit. Unebenheiten, Rampen und Schrägen reduzieren die sichere Last.
  • Dynamische Kräfte: Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahren und abruptes Absenken erzeugen zusätzliche Kräfte.
  • Seitliche Lasten: Schwenken oder Drehen mit Last kann die Standsicherheit stark herabsetzen.

Praktische Tipps für den sicheren Einsatz

  • Prüfen Sie vor jeder Schicht, ob das Tragfähigkeitsdiagramm gut sichtbar und lesbar ist.
  • Kennen Sie das Gewicht Ihrer Last? Wiegen Sie unbekannte Paletten, statt zu schätzen.
  • Nutzen Sie bei BYD Staplern die integrierte Wiegefunktion oder Nachrüstlösungen, wenn häufig wechselnde Lasten bewegt werden.
  • Passen Sie die Gabelzinkenbreite an die Palette an, damit die Last stabil aufliegt.
  • Stapeln Sie schwere Lasten möglichst niedrig und nahe am Gabelträger.
  • Vermeiden Sie gleichzeitiges Heben und Fahren mit hoher Last.
  • Schulen Sie Fahrer regelmäßig, auch für Lithium-Gabelstapler mit regenerativem Bremsen.
  • Dokumentieren Sie Abweichungen und melden Sie beschädigte Gabeln oder Ketten sofort.

Häufige Fehler und Risiken

In der Praxis führen immer wieder dieselben Fehler zu Unfällen:

  • Die Nenntragfähigkeit wird mit der Resttragfähigkeit verwechselt.
  • Der Lastschwerpunkt wird zu optimistisch angenommen.
  • Anbaugeräte werden ohne Anpassung des Diagramms verwendet.
  • Der Fahrer kennt die Hubhöhe nicht und liest den falschen Wert ab.
  • Das Diagramm ist veraltet oder fehlt nach Umbauten.
  • Batteriegewicht wurde durch falschen Typ verändert, z. B. Blei gegen Lithium ohne Freigabe.
  • Schräge Rampen werden mit voller Last befahren.

Diese Fehler können zum Kippen des Staplers, zum Absturz der Last oder zu schweren Verletzungen führen. Ein korrekt abgelesenes Tragfähigkeitsdiagramm verhindert sie.

BYD Lithium-Gabelstapler und das Tragfähigkeitsdiagramm

BYD setzt auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4), die besonders sicher, langlebig und wartungsarm sind. Für Anwender hat das einen direkten Vorteil beim Tragfähigkeitsdiagramm: Die Batterie behält ihr Gewicht über die gesamte Lebensdauer. Bei Blei-Säure-Batterien kann Wasserstoffbildung, Säureschichtung oder Austausch das Gewicht verändern. BYD Lithium-Stapler bleiben daher in ihrer Standsicherheit berechenbar. Zudem ermöglichen sie Zwischenladung und Opportunity Charging, ohne dass die Batterie gewechselt werden muss.

BYD Elektrostapler sind für den globalen Warehouse-Einsatz konzipiert, von der Lagerlogistik bis zur Produktion. Modelle wie der ECB 18, ECB 20 oder ECB 25 bieten Tragfähigkeiten von 1,8 bis 2,5 Tonnen. Das Tragfähigkeitsdiagramm ist auf die Lithium-Batterie abgestimmt. Wenn Sie BYD Stapler in Ihrem Fuhrpark einsetzen, schulen Sie Ihr Team auf das spezifische Diagramm und die Besonderheiten der elektrischen Antriebe. Nutzen Sie die Herstellerdokumentation und lassen Sie Änderungen nur vom Fachbetrieb freigeben.

Schulung und Dokumentation

Die beste Technik hilft nicht, wenn sie falsch genutzt wird. Die DGUV fordert regelmäßige Unterweisungen für Staplerfahrer. In der Schulung sollte das Tragfähigkeitsdiagramm praktisch geübt werden: Lasten wiegen, Schwerpunkte schätzen, Hubhöhen messen und den Schnittpunkt ablesen. Auch die Besonderheiten von Lithium-Elektrostaplern gehören dazu: Rekuperation, Batteriemanagement und Ladeinfrastruktur.

Dokumentieren Sie jede Unterweisung, jeden Stapler und jedes Anbaugerät. Halten Sie das Tragfähigkeitsdiagramm in der Betriebsanleitung sowie als Aushang im Fahrzeug bereit. Bei BYD Staplern erhalten Sie die Dokumentation in der jeweiligen Landessprache. Wenden Sie sich bei Fragen an info@bydfork.com.

Checkliste für den Alltag

PrüfpunktErledigt?
Tragfähigkeitsdiagramm vorhanden und lesbar?☐
Lastgewicht bekannt und dokumentiert?☐
Lastschwerpunkt richtig eingeschätzt?☐
Hubhöhe mit Diagramm abgeglichen?☐
Anbaugerät im Diagramm berücksichtigt?☐
Batterietyp und Gewicht unverändert?☐
Fahrer geschult und unterwiesen?☐
Stapler auf Schäden geprüft?☐

Fazit: Sicherheit beginnt mit dem richtigen Blick aufs Diagramm

Das Tragfähigkeitsdiagramm ist die Grundlage für jeden sicheren Gabelstapler-Einsatz. Es schützt Leben, Ladung und Technik. Wer Lastschwerpunkt, Hubhöhe und Resttragfähigkeit richtig kombiniert, vermeidet Kippunfälle und teure Schäden. Besonders bei modernen BYD Lithium-Elektrostaplern lohnt sich die genaue Auseinandersetzung mit dem Diagramm, weil die konstante Batteriegewichtung für planbare Sicherheit sorgt. Schulen Sie Ihre Fahrer, dokumentieren Sie Ihre Prozesse und nutzen Sie die Herstellerangaben als verbindliche Grundlage.

Haben Sie Fragen zu Tragfähigkeitsdiagrammen, BYD Staplern oder Lithium-Batterien für Ihren Warehouse-Einsatz? Unser Team unterstützt Sie weltweit. Kontaktieren Sie uns unter info@bydfork.com.

Wir verwenden Cookies, um Ihr Besuchserlebnis auf unserer Webseite zu verbessern. Durch die weitere Nutzung dieser Seite stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.

Cookies

Bitte lesen Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und diese Datenschutzrichtlinie vor der Nutzung unserer Webseite. Sollten Sie den Regelungen nicht zustimmen, nutzen Sie unsere Dienste bitte nicht.
Wir behalten uns vor, diese Datenschutzrichtlinie jederzeit zu aktualisieren. Änderungen gelten ab Veröffentlichung auf dieser Seite und beziehen sich sowohl auf bestehende als auch zukünftig erhobene Nutzerdaten. Die fortgesetzte Nutzung der Webseite nach Änderungen gilt als Zustimmung zur neuen Richtlinie.

Cookies

Unsere Webseite verwendet Cookies, um Funktionalität, Nutzererfahrung und Webseitenanalyse zu gewährleisten.
Wir verwenden folgende Cookie-Typen:
  • Unbedingt erforderliche Cookies (zwingend für den Seitenbetrieb)

  • Leistungs-Cookies (anonyme Statistik & Optimierung)

  • Funktions-Cookies (individuelle Einstellungen)

  • Targeting-Cookies (Werbung & Marketing)

Sie können Cookies jederzeit über Ihre Browsereinstellungen blockieren oder löschen. Das Deaktivieren von Cookies kann die Funktionalität dieser Webseite beeinträchtigen.
In unseren mobilen Anwendungen werden nur technisch notwendige Cookies verwendet.
Bei Fragen zum Datenschutz kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail: 17399989919@163.com